Impressum

Das KuratorInnenenteam setzt bei der Programmgestaltung von brut gezielt auf die thematische Bündelung der einzelnen Programmpositionen.

Die Themenschwerpunkte werden aus den Inhalten generiert, die lokale KünstlerInnen mit ihren Produktionen an brut herantragen. Die Themen der brutproduktionen werden aufgegriffen und im Spielplan so präsentiert, dass sie im Kontext aktueller internationaler Positionen im Programm stehen und dadurch auch international sichtbar werden.

Zugleich wird durch die Einbeziehung überregionaler und internationaler künstlerischer Projekte für die Szene in Österreich ein künstlerischer Austausch provoziert, der einen lebendigen Diskurs über aktuelle ästhetische und inhaltliche Tendenzen und Entwicklungen in der Darstellenden Kunst ermöglicht.

brut ermöglicht durch die inhaltliche Bündelung der einzelnen Produktionen eine für das Publikum nachvollziehbare Programmgestaltung.

 2011 / 2012 
 Alles muss raus! 2012
Alles muss raus! 2012

Bereits zum vierten Mal heißt es zum Saisonende Schnäppchenjagd bei brut Wien, DSCHUNGEL WIEN und Schauspielhaus Wien, denn: Alles muss raus! Der große Sommerschlussverkauf findet in diesem Jahr von 20. bis 24. Juni statt. Fünf Tage lang sind wieder Highlights der letzten Saison zu sehen – zum sensationellen Sonderpreis von 4,99 Euro pro Stück. Sechs Produktionen stehen im brut zum Verkauf, und als Extrazuschlag gibt es noch die kostenlose Performance Letters of Friendship von Andrei Andrianov & Amanda Piña, die im Rahmen des Austauschprojektes Music here, Music there. Moscow – Vienna in Moskau entstand und erstmals in Wien gezeigt wird. Die beiden KünstlerInnen sind auch an der Eröffnungsperformance TEATRO von nadaproductions nicht unbeteiligt, die vom Standard als hitverdächtig eingestuft wurde. Doris Uhlich zeigt mit Sneak Preview eine Skizze im Stadtkino und das argentinisch-schweizerische Duo Laura Kalauz & Martin Schick macht noch einmal mit ihrer weltweit erfolgreichen Freischwimmer-Produktion CMMN SNS PRJCT Halt im brut. Deborah Hazler/Nanina Kotlowski und Kerstin Olivia Schellander lassen in ihrer aktuellen imagtanz-Produktion offnature nackte Haut zum Kostüm werden und united sorry alias Frans Poelstra und Robert Steijn sind endgültig Lost in Space. Den wörtlich zu nehmenden Abschluss des fröhlichen Alles muss raus!-Reigens bilden Andrea Maurer & Thomas Brandstätter/studio 5 mit ihrer wundervoll humorvollen und hintergründigen Arbeit THE END.

Alles muss raus! bildet nicht nur den Abschluss der Saison. Das Festival lockt jedes Jahr internationale Gäste, KuratorInnen, ProduzentInnen und Journa-listInnen, die volle Ladung Wiener und österreichischer Produktionen in die Welt hinaustragen. Alles muss raus! ist die erste österreichische Plattform, die nachrückenden KünstlerInnengenerationen Aufmerksamkeit weit über nationale Grenzen hinaus garantiert. brutproduktionen touren weltweit und erhalten Einladungen zu renommierten Festivals – auch dank dieses Showcases. Seit 2008 wurden über 600-mal brutproduktionen außerhalb Wiens gezeigt. Doch Alles muss raus! bietet auch dem heimischen Publikum die letzte Chance, verpasste Highlights aus dem brut-Programm noch einmal zu sehen, und das zu einem unglaublichen Aktionspreis, der das Herz eines jeden Schnäppchenjägers höherschlagen lässt.

 Programm  20. bis 24. Juni 2012 
Alles muss raus!
Stadtkino Wien • Schwarzenbergplatz 7–8 • 1030 Wien
Alles muss raus!
Alles muss raus!
brutstätte • Zieglergasse 25 • 1070 Wien
Alles muss raus!
 Wiener Festwochen 2012
Wiener Festwochen 2012

Wiener Festwochen 2012 im brut
Das Schauspielprogramm der Wiener Festwochen 2012 versucht eine „Anatomie der Krise“: mit den subjektiven Befunden nicht mehr möglicher Lebensformen in zunehmend segregierten Gesellschaften, mit den fatalen Ausgrenzungsfantasien aus Angst vor sozialem Abstieg, mit kommenden und vergangenen Revolten. Im und mit dem brut manifestieren sich diese Themen an zwei Enden: Zum einen zeigen die Wiener Festwochen hier neues Autorentheater aus Lateinamerika, zum anderen produziert das forum festwochen ff gemeinsam mit dem brut die Uraufführung von Oleg Soulimenkos Made in Austria im Donauturm.
Eine Generation junger AutorInnen, RegisseurInnen und Gruppen prägt seit einigen Jahren nachhaltig die Theaterszene Lateinamerikas – KünstlerInnen, die erst nach der „bleiernen Zeit“ der Diktaturen und Gewaltexzesse in ihren Heimatländern aufgewachsen sind, ohne die Erfahrung des Widerstands, ohne Verfolgung, Anpassung und Protest, Täter- und Opferschaft. Sie erforschen ihre Herkunft, die Biografien, Motivationen und Lebensbrüche ihrer Eltern, ebenso wie eigene, zeitgenössische Möglichkeiten von Artikulation und Widerspruch. Lola Arias aus Buenos Aires, die ihr neues Stück Melancolía y manifestaciones zu Beginn der Festwochen zur Uraufführung bringen wird, stand mit dem Titel ihrer letzten argentinischen Produktion, Mi vida después (Mein Leben danach), auch Pate für den Titel des gesamten Lateinamerikaprogramms La vida después. Außerdem kommen Villa + Discurso von Guillermo Calderón aus Chile und die Gruppe Lagartijas tiradas al sol aus Mexiko mit El rumor del incendio ins brut. Als Außenspielort fungiert das Palais Kabelwerk, das das Publikum mit der kolumbianischen Trilogie Sobre algunos asuntos de família von Jorge Hugo Marín und seiner Gruppe La maldita vanidad durchwandert. Das forum festwochen ff beschäftigt sich heuer in drei internationalen Positionen und drei Uraufführungen von Wiener Produktionen – von God’s Entertainment, Alexander Nikolic und Oleg Soulimenko – mit dem aktuellen Zauberwort der politischen Mitte: Integration. Das bemäntelt die Tatsache, dass zwei Drittel der Welt von der Teilhabe an ebendieser Mitte ferngehalten werden, und gaukelt uns vor, dass diese Ausgrenzung dauerhaft folgenlos bleiben kann. Oleg Soulimenkos Made in Austria porträtiert erfolgreiche IntegrantInnen: MigrantInnen in Wien, die „es geschafft“ haben, die Erfolg haben in Österreich. Sie erzählen im drehenden Donauturm-Café in Tischgesprächen von ihrem Weg – und von ihrem Blick auf die Welt, auf die hiesige wie die weite und ferne. Weitere Infos unter www.festwochen.

 Programm  11. Mai bis 17. Juni 2012 
Palais Kabelwerk • Oswaldgasse 35A •1120 Wien
Wiener Festwochen
Donauturm • Donauturmstraße 4 • 1220 Wien
brut und Wiener Festwochen
 GREEN RULES
GREEN RULES 2

Der Jahresthemenschwerpunkt Green Rules erreicht im Frühsommer seinen vorläufigen Höhepunkt: united sorry setzen ihre Green Conversations genannten Salons im Grünen im Mai mit einem gepflegten Happening im Türkenschanzpark und anschließendem Gelage im TÜWI-Beisl fort. Sie beschwören den Frühling und zelebrieren künstlerische wie auch politische Anfänge und Aufbrüche.

Im Juni wird dann im Rahmen des Unplugged-Festivals Up to Nature die Vogeltennwiese im Wienerwald zur brut-Bühne für Outdoor-Performances. An drei Tagen zeigen KünstlerInnen aus Wien und Europa Produktionen, die sich mit dem Lebensraum Wald und dem Naherholungsgebiet am Stadtrand als Grenzbereich zwischen urbaner Kultur und kultivierter Natur auseinandersetzen. Zur Eröffnung des Festivals fällt Antti Laitinen, bildender Künstler aus Finnland, auf der Vogeltennwiese einen Baum, den er im Verlauf des Festivals in seine Einzelteile zerlegt, um ihn dann wieder zusammenzusetzen und schließlich als Skulptur an seinem ursprünglichen Standort wieder aufzustellen. Das britische Live-Art-Duo FrenchMottershead gestaltet gemeinsam mit Wiener ExpertInnen des Waldes interaktive Workshops, in denen das theoretische Wissen um die Eigenarten des Orts in praktische, erfahrbare Erlebnisse verwandelt wird. Nic Green aus Schottland konstruiert eine Behausung, in der sie mit dem Publikum dem vermeintlich natürlichen Wald seine unvermuteten Geheimnisse entlockt. Die Wiener Künstlerin Johanna Kirsch hingegen richtet sich im Geäst ein, um in ihrer Performance My Name Is Ape or The Little Tree Theatre den evolutionären Schritt des Menschen vom Baum herab den revolutionären Momenten, in denen er wieder hinaufsteigt, gegenüber-zustellen. Auch der fröhliche Berliner Konzeptchoreograf Martin Nachbar nimmt sich den Animismus zur Brust und wird in Animal Dances zur Blattlaus, zum Schoßhund oder zum röhrenden Hirsch. In eine entrückte Welt voller Zwischenwesen, Geister und süßem Schauder entführen Ingri Fiksdal, Ingvild Langgård und Signe Becker aus Oslo das Publikum auf einen nächtlichen Parcours. nadaproductions zeigen eine Unplugged-Version ihrer aktuellen Performance NATURE, und für die Intensivierung all dieser Erfahrungen sorgen united sorry/Frans Poelstra & Robert Steijn als Fabelwesen in Stöckelschuhen.
Freilich wird an diesen Tagen auch die Bar brut deluxe eine Open-air-Filiale errichten, um sicherzugehen, dass die Konzerte von Owl & Mack oder Loose Lips Sink Ships zu nächtlicher Stunde unberechenbare Wirkungen entfalten.

Up to Nature ist ein Festival für alle, denen im Sommer der Schanigarten zu eng, das Theater zu dunkel und die Berghütte zu trostlos ist.

Das Festival tourt im Verlauf des Sommers nach Bristol (29. Juni bis 1. Juli), Oslo (24. bis 26. August) und Kuopio (28. bis 30. September), wo die Produktionen den jeweiligen örtlichen Bedingungen angepasst werden. „Because nature is our wilderness, but nature’s wilderness is us.“ Helen Cole, Künstlerische Leiterin Inbetween Time, Bristol

 Programm 
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Türkenschanzpark • 1180 Wien, Treffpunkt: Aussichtsturm Paulinenwarte
united sorry/Frans Poelstra & Robert Steijn
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
Vogeltennwiese • Johann-Staud-Straße 80 • 1160 Wien
Up to Nature
 Community works!
 imagetanz 2012 - Festival für Choreografie, Performance und Arbeit
 Alles Uhlich!
 Baltic Games
 Video gehört auf jede Bühne!
 2010 / 2011 
 Alles muss raus! 2011
 Wiener Festwochen 2011
 BACKSTAGE
 Freischwimmer 2011
 imagetanz 2011
 Untranslatable
 Geld-Werte-Leistung
 Music here Music there
 Märchenland
 Erbgut
 Tanz- und Performancenacht #2
 2009 / 2010 
 Alles muss raus! 2010
 Wiener Festwochen 2010
 Performing the Real
 imagetanz 2010
 Telling Time #3
 ÜBER FÜLLE
 Freischwimmer 2009 - Plattform für junges Theater
 Religion und Revolution
 X Wohnungen
 2008 / 2009 
 Alles muss raus! 2009
 Wiener Festwochen 2009
 The State of the Nation
 imagetanz 2009
 Telling Time #2
 BUCH WIEN independent
 Operettenwinter
 Reproduktionen
 Kingdom of Darkness
 2007 / 2008 
 Dies ist kein Spiel
 Wiener Festwochen 2008
 Freischwimmer 2008
 imagetanz 2008
 Telling Time
 Lust am Verrat
 Apparat Film
 Roböxotica

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             +++ 19. Mai, 23 Uhr, Bar brut deluxe, Bretterbodendisko, DJ Natalia Escobar +++ brutkarte: Endlich bessere Preise! Für 6,- ins brut +++